Seit Aufhebung der Kolonialherrschaft Großbritanniens im Jahr
1955 herrscht im Süd-Sudan ein furchtbarer und erbarmungsloser
Bürgerkrieg um dessen Selbstbestimmung.
Dieser Konflikt kostete bisher 2,5 Mio. Menschen das Leben. 4,5 Mio.
wurden aus ihren Dörfern und von ihren Weidegründen vertrieben
und wandern als Flüchtlinge in den Norden oder ins benachbarte
Ausland.
Seit Jahrzehnten herrscht eine Hungersnot, die mehr als 5 Mio. Menschen
von Nahrungsmittellieferungen der Hilfsorganisationen abhängig
macht. Von den 30% der Bevölkerung, die über einen Arbeitsplatz
verfügen, verdient die Mehrheit durchschnittlich nicht mehr als
30,- Euro pro Monat.
Besonders hart betroffen sind viele Flüchtlingsfamilien und Familien
deren "Ernährer" an AIDS gestorben ist. Diese können
sich kaum ernähren, geschweige denn für die hohen Schulkosten
aufkommen.
Ohne Hilfe von außen haben vor allem die Kinder und Jugendlichen
dieser Familien keine Perspektive, die es ihnen später gestattet,
ihren Lebensunterhalt zu verdienen.